Was ist eine Aufbissschiene?
Eine Aufbissschiene ist eine individuell angefertigte Kunststoffschiene, die meist nachts getragen wird. Sie fungiert als schützendes Zwischenelement zwischen Ober- und Unterkiefer.
- Schutz des Zahnschmelzes vor Abrieb
- Entlastung des Kiefergelenks
- Reduktion muskulärer Verspannungen
- Regulierung der Kräfteverteilung im Kiefer
Hilfe gegen nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus)
Bruxismus betrifft etwa jeden zehnten Menschen.
- Morgendliche Kiefer- oder Nackenschmerzen
- Kopfschmerzen
- Druckgefühl im Gesicht
- Empfindliche Zähne
- Knackgeräusche im Kiefergelenk
Unbehandelt kann Bruxismus zu erheblichen Zahnschäden führen.
Wie funktioniert eine Aufbissschiene?
- trennt Ober- und Unterkiefer
- verteilt Kaubelastung gleichmäßig
- führt das Kiefergelenk in günstige Position
- reduziert Muskelaktivität
Dadurch kann sich der gesamte Kieferapparat entspannen.
Harte vs. weiche Beißschienen
Harte Schiene
- Stärkere therapeutische Wirkung
- Geeignet bei Bruxismus und CMD
- Stabil und langlebig
Weiche Schiene
- Angenehmeres Tragegefühl
- Weniger stabil
- Eher bei leichter Symptomatik
Welche Variante sinnvoll ist, klären wir im Beratungsgespräch.
Herstellung der Bruxismusschiene
- Klinische Untersuchung
- Funktionsanalyse
- Abdruck oder digitaler Scan
- Laboranfertigung
- Einprobe & Feineinstellung
Sie erhalten eine Aufbewahrungsbox und Pflegehinweise.
Wie lange wird eine Aufbissschiene getragen?
Bei Bruxismus: oft langfristig über mehrere Jahre.
Bei Zahnkorrektur: meist mindestens 3 Monate mit Kontrollen.
Wie oft muss die Schiene gewechselt werden?
- Knirschintensität
- Material
- Pflege
- individuelle Belastung
In der Regel nach etwa einem Jahr.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Bei medizinisch notwendiger Bruxismustherapie übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten meist vollständig.
Ein Wechsel nach etwa einem Jahr wird üblicherweise ebenfalls übernommen.
Reinigung der Aufbissschiene
- Täglich mit Zahnbürste und milder Seife reinigen
- Regelmäßig Reinigungstabletten verwenden
- Nicht mit heißem Wasser behandeln
- Trocken in der Box aufbewahren
Individuelle Aufbissschiene vom Zahnarzt
Aufbissschiene zum Einsatz gegen Bruxismus und Zahnfehlstellungen
Sie knirschen nachts mit den Zähnen? Lassen Sie sich zu einer Aufbissschiene beim Zahnarzt beraten. Oft auch einfach als "Beißschiene" bezeichnet, verhindert sie den Abrieb von Zahnschmelz und trägt dazu bei, dass das Kiefergelenk geschont wird und keine Verspannungen der Kaumuskulatur auftreten.
Auch für die Repositionierung – beispielsweise bei Zahnschiefstellungen – kann eine Aufbissschiene wirkungsvoll sein. Ihr Zahnarzt in Düsseldorf berät Sie gerne dazu.
Sie knirschen mit den Zähnen?
Das Team rund um Dr. Vali findet heraus, ob Sie tatsächlich an Bruxismus leiden und berät Sie zum Thema Aufbissschiene. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin!
Was ist eine Aufbissschiene?
Sogenannte Aufbisschienen werden angewendet, um Fehlbelastungen der Kiefergelenke und Zähne durch nächtliches Zähneknirschen zu lindern und Zahnschäden zu verhindern. Dabei kommen oft individuell angepasste Schienen zum Einsatz. Eine Aufbissschiene überzieht den Zahnbogen und dient als Störpunkt zwischen den Zähnen des Ober- und Unterkiefers.
Weitere Synonyme:
- Knirschschiene
- Aufbissplatte
- Beißschiene
- Bruxismusschiene
- CMD-Schiene
- Relaxschiene
- Äquilibrierungsschiene
- Bissführungsschiene
- Stabilisierungsschiene
- Nachtschiene
Adjustierte Aufbissschiene
Eine adjustierte Aufbissschiene ist individuell an das jeweilige Gebiss angepasst. Sie ist aufwendiger in der Herstellung, da sie anhand zweier Kiefermodelle nach einem Zahnabdruck dieser gefertigt wird. Sie verfügt über Einkerbungen, Reliefs und Rillen, die dazu beitragen, die optimale Kieferstellung zu erreichen und das Zähneknirschen zu verhindern. Eine adjustierte Aufbissschiene kann - wie eine Zahnspange - zugleich Zahnfehlstellungen beheben.
Wie funktioniert eine Aufbissschiene?
Die Aufbissschiene wird üblicherweise nachts getragen. Sie hilft in erster Linie dabei, die Kräfteverteilung im Kiefer zu regulieren. So fungiert sie als entlastendes Mittelstück zwischen den Zähnen des Ober- und Unterkiefers und führt das Kiefergelenk in seine physiologisch günstigste Position. Auch die Kaumuskulatur profitiert von der Aufbissschiene. Sie eliminiert Störungen und Okklusion und trägt zu geringerer muskulärer Aktivität bei. Kurz gesagt: Die Aufbissschiene unterstützt den Kiefer dabei, sich zu entspannen.
Wie sieht eine Beißschiene aus?
Beißschienen bestehen meist aus Kunststoff oder kunststoffähnlichem Material. Sie sind leicht transparent und spiegeln die Zahnreihe in ihrer Optik.
Unterschied zwischen harten und weichen Beißschienen
Harte Beißschiene
- Stärkere Wirkung (bei Bruxismus- sowie Fehlstellungstherapie)
- Kann Intensität des Zähneknirschens um bis zu 50% reduzieren
- Behindert das Sprechen
Weiche Beißschiene
- Leichteres Tragegefühl
- Nicht zur Behebung von Fehlstellungen geeignet
- Je nach Belastung schneller abgenutzt
Hilfe gegen nächtliches Zähneknirschen
Nächtliches Zähneknirschen (in der Fachsprache auch Bruxismus genannt) ist ein weit verbreitetes Problem. Fast jeder Zehnte reibt seine Zähne nachts fest aufeinander – und verursacht dadurch unter Umständen Muskelverspannungen und Schäden an der Zahnsubstanz. Eine Aufbissschiene kann Abhilfe schaffen.
Zähneknirschen – ein Grund für schwere Zahnschäden
Stress ist die häufigste Ursache für übermäßiges Knirschen in der Nacht. Die Behandlung ist deshalb nicht gerade leicht – jeder von uns leidet schließlich hin und wieder unter Stress. Die Schäden können jedoch schwerwiegend sein. Viele Bruxismus-Patienten wachen morgens mit Verspannungen im Gesicht und Nacken auf, die zu Kopfschmerzen und sogar Tinnitus-Erscheinungen führen können.
Aus zahnärztlicher Sicht sind aber auch die durch das Knirschen auftretenden Zahnschäden nicht unerheblich. So verursacht nächtliches Zähneknirschen unter anderem
- Schäden am Zahnschmelz,
- schichtweisen Abrieb der Zahnsubstanz,
- splitternde Schneidekanten,
- Kälteempfindlichkeit der Zähne sowie
- Beschädigungen von Füllungen oder Kronen.
Besprechen Sie mögliche Bruxismus-Symptome, die Ihnen auffallen, unbedingt mit Ihrem Zahnarzt. Bei Happydens behandeln wir Bruxismus mit individuellen Aufbissschienen und beraten jeden Patienten intensiv zu seiner jeweiligen Situation – bedürfnisorientiert und kompetent.
Wer verschreibt eine Beißschiene?
Nächtliches Zähneknirschen und die damit einhergehenden Symptome wie Kopfschmerzen oder schwindender Zahnschmelz können behandelt werden. Das Gleiche gilt für Kiefergelenksfehlstellungen. Werden diese bei Ihnen festgestellt, verschreibt Ihr Zahnarzt eine Beißschiene und passt sie präzise Ihrem Ober- oder Unterkiefer an. Bei Happydens – Ihrem Zahnarzt in Düsseldorf – beraten wir Sie umfassend und verständlich, sollte eine Beißschiene für Sie in Frage kommen.
Wer stellt die Bruxismusschiene her?
Eine Bruxismusschiene wird im zahntechnischen Labor entsprechend eines zuvor genommenen Abdrucks angefertigt. Meist geschieht dies mithilfe modernster CAD/CAM-Technologie. Einige Zahnarzt-Praxen sind selbst mit den nötigen Geräten zur Anfertigung der Schienen ausgestattet und können das medizinische Hilfsmittel unmittelbar nach der Abformung herstellen. Sie erhalten die Schiene in einer Box zur Aufbewahrung.
Wie oft kann/muss man die Schiene wechseln?
Zur Therapie von Fehlstellungen (als Zahnspange) wird die Schiene normalerweise für mindestens drei Monate getragen – immer nachts, teils auch tagsüber. In Abständen von einigen Wochen finden dann üblicherweise Kontrolltermine statt, bei denen die Schiene, wenn nötig, nachjustiert werden kann. Ist die Therapie erfolgreich, kann das Tragen der Schiene letztlich eingestellt werden. Eine Beißschiene zur Behandlung von Bruxismus wird hingegen meist langfristig getragen. Sie muss deshalb in gewissen Abständen gewechselt werden. Diese hängen von der nächtlichen Druckausübung und dem Materialzustand ab.
Wie oft zahlt die Krankenkasse eine Bruxismusschiene?
Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Bruxismusschiene meist vollständig, wenn sie vom Zahnarzt als medizinisch notwendig verordnet wird. Steht nach einem Jahr ein Wechsel der Schiene an, trägt die gesetzliche Krankenkasse üblicherweise auch für die neue Anfertigung die vollen Kosten. Sollte sich Ihre Beißschiene jedoch bereits nach einigen Monaten so stark abgenutzt haben, dass eine neue fällig wird, kann es durchaus vorkommen, dass die Krankenkasse zunächst genauere Informationen verlangt und die Kostenübernahme ablehnt. Meist lässt sich die Notwendigkeit der Schiene aber so gut begründen, dass die Kasse erneut für die Kosten aufkommt.
Sie suchen einen Zahnarzt in Düsseldorf?
Dr. Vali und Kollegen beraten Sie gerne zu den Themen Aufbissschiene, Bruxismus und mehr. Wir freuen uns auf Sie!
Weitere Fragen zu Aufbissschienen
Sie haben noch Fragen? Wir haben die häufigsten Bedenken und Anliegen hier für Sie gesammelt.
Eine Aufbissschiene nutzt sich ab. Gerade bei Bruxismus-Patienten kann es deshalb vorkommen, dass nach einem Jahr eine neue Schiene angefertigt werden muss. Über die Notwendigkeit informiert Sie Ihr behandelnder Zahnarzt.
Reinigen Sie Ihre Beißschiene einmal täglich mithilfe einer Zahnbürste und Zahnpasta. Alle zwei Tage lohnt sich der Einsatz von Gebissreiniger. Legen Sie Ihre Schiene in ein Glas mit Gebissreinigerlösung und putzen Sie die Schiene anschließend mit einer Zahnbürste. Beachten Sie jedoch die Hinweise auf der Verpackung Ihres Gebissreinigers – besonders in Hinblick auf die Einwirkzeit.
Wie lange Sie die Aufbissschiene tragen müssen, hängt von der Therapieform ab. Handelt es sich um eine Fehlstellungstherapie, kann die Schiene nur vorübergehend zum Einsatz kommen. Verschreibt Ihnen Ihr Zahnarzt eine Beißschiene, um die Folgen des nächtlichen Zähneknirschens zu minimieren, kann sie langfristig notwendig sein.